Die Basis für meine bislang erfolgreichste Saison konnte ich im Winter 2023/2024 legen. Zwar wirft mich eine Magen-Darm-Geschichte während dem Trainingslager in Finale Ligure kurzzeitig aus der Bahn, doch finde ich schnell wieder zurück in die Spur und danach läuft es im Training meistens nach Plan. Am 01. März reise ich zum Saisonstart nach Griechenland, wo ich gleich mehrere Rennen bestreite, um mir wichtige Punkte für die Weltrangliste zu erkämpfen. Kurz darauf folgt Mitte März der Auftakt in die neue Saison mit dem Team in der Schweiz.
Zu Beginn der Saison läuft noch nicht alles rund. Die Resultate sind nicht ganz wie gewünscht. Aber spätestens beim HC-Rennen in Chur – einem meiner Lieblingsrennen – geht der Knopf endgültig auf, und ich darf neben der amtierenden Weltmeisterin und späteren Olympiasiegerin sowie der damaligen Schweizermeisterin auf dem Podium stehen.
Dieses Rennen hat mich beflügelt. Ich erhalte vom Team grünes Licht, dass ich an die nächsten Weltcups darf. Für mich war der Weltcup in Nové Město na Moravě (CZE) ein grosses Ziel, freute ich mich doch schon den ganzen Winter auf diese natürliche und flowige Strecke. Dass ich dort die Vorgabe einer Top20-Rangierung trotz eines platten Reifens nur knapp verfehle, freut mich sehr – auch wenn ich natürlich gerne die Top20 geknackt hätte. 😉 Doch mit diesem Resultat (21. Rang) habe ich aufgezeigt, dass ein Top20-Ergebnis möglich ist und die Basis für die Teilnahme weiterer Weltcuprennen gelegt.
Bei den darauffolgenden Rennen kann ich mich selbst überraschen und eine bisher nicht erreichte Konstanz zeigen. Diese Resultate bestätigten mir, dass ich über den Winter gut trainiert und an meinen Schwächen gearbeitet habe. Zurück in der Schweiz folgen nach Chur (HC, Bike Revolution), Lostorf (C2, Argovia Cup) und Lugano (C1, Swiss Bike Cup) weitere Podien, bei unterschiedlichen Bedingungen und Strecken.
Mit meinem 12. Platz in Crans-Montana schaffe ich den Sprung in die Top 15 im Shorttrack, und einen Tag später erreiche ich mit Platz 19 zum ersten Mal die Top 20 im XCO – und das am Heimweltcup! 🤩 Entsprechend war die Luft am Schluss draussen.
Für die Vorbereitung des letzten Saison-Drittels begebe ich mich während der Sommer-Pause für zwei Wochen in die Provence, in die Region des berühmt-berüchtigten Mont Vontoux, wo ich nicht nur etwas an meiner Form feilen möchte, sondern auch wunderschöne Sonnenaufgänge jage. 😃 (Mehr Fotos findest du in der Galerie der Saison 2024.)
Als nächste Highlights folgen mein Heimrennen, das Bikfestival Basel und die Weltmeisterschaften: Zwar verpasse ich das Podest in Basel ganz knapp, kann das Rennen aber lange (mit-)bestimmen – etwas, das mir auf diesem Niveau noch nicht all zu häufig oder noch nie möglich war. Es zeigt mir, dass ich trotz Rennpause meine Form nicht verloren habe.
Gleich am nächsten Tag geht es für meine WM-Premiere nach Andorra. Ohne speziell vorbereitet zu sein – wegen der Nachselektion –, gelingen mir im XCC und im XCO zwei solide Leistungen.
Ein paar Tage später erwischt es mich leider doch noch diese Saison und ich liege krank im Bett. Das nächste Rennen muss ich auslassen. Es braucht etwas Zeit, bis ich wieder auf Touren komme.
Den Schluss der Saison bilden die Weltcups in den USA und Kanada – eine weitere neue Erfahrung für mich. Auch so prächtige Herbstfarben habe ich in unseren Höhenlagen noch nie gesehen!
Mit Zufriedenheit blicke ich auf meine bisher erfolgreichste Saison zurück. Es ist mir gelungen, viele kleine Fortschritte zu erzielen, die über die gesamte Saison in einem grossen Schritt vorwärts resultierten. So bin ich jetzt u.a. auf Platz 27 der UCI-Weltrangliste. Manchmal bin ich sogar ein bisschen stolz darauf, wie ich in gewissen Rennen gefahren bin – auch wenn es nicht immer aufgegangen ist. Ausser bei meinem letzten diesjährigen Einsatz in Übersee konnte ich diese Saison jedes Weltcuprennen, bei welchem ich am Start stand, mit einer Top30-Rangierung beenden. Ich habe dieses Jahr viel gelernt, das mir hoffentlich hilft, in der Saison 2025 weitere Fortschritte zu erzielen. Mit der Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Pal Arinsal ist zudem ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.
Besonders glücklich bin ich aber über meine Konstanz auf sehr hohem Niveau in dieser Saison, die mir auch den Gesamtsieg im Swiss Bike Cup und einen 2. Platz in der Gesamtwertung der Bike Revolution eingebracht hat.
Ich durfte ausserdem meinen ersten UCI-Rennsieg feiern und sieben Podien einfahren. Als Belohnung meiner diesjährigen Leistungen bin ich nun Teil des Nationalkaders – ein weiteres Ziel nebst der WM-Teilnahme, welches ich einmal erreichen wollte 😊 – hoffentlich bleibt’s nicht bei diesem einen Mal. 😉
Der Start in die Saisonvorbereitung 2025 ist leider weniger glücklich verlaufen. Ich habe mich bei einem Sturz verletzt und dabei diverse Muskelfaserrisse zugezogen. Deshalb war eine Zwangspause angesagt. Unterdessen darf ich aber schon wieder etwas auf der Strasse trainieren, und ich blicke zuversichtlich und voller Vorfreude auf die Saison 2025!
An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an alle, die mich diese Saison auf meinem Weg unterstützt haben! Ein grosses Dankeschön geht insbesondere auch an meine Gönner und meine Privat-Sponsoren: Dettli + Sahli AG, Byfang Garage AG, crossklinik ag, Dy-Fit, feigenwinter.com und Bikefestival Basel.

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